Panflötenbau

Die Panflöte gehört zu den ältesten Instrumenten der Welt. Sie hat sich in den vielen Tausend Jahren fast über die ganze Welt ausgebreitet. Die Vielfalt und die unterschiedlichen Bauarten sind bezogen auf die Einfachheit des Instrumentes verblüffend. Es gibt Panflöten in den verschiedensten Formen und Materialien. Wie Bambus, Holz, Glas und sogar Metall. Auch in der Form unterscheiden sich die Flöten, je nach Herkunft. Die Panflöte, die in der Schweiz an den öffentlichen und privaten Musikschulen unterrichtet wird, ist die rumänische Panflöte. Wie eine solche Panflöte gebaut wird, wie Ihre Bestandteile heissen, sowie welche anderen Panflöten es noch auf der Welt gibt, dass könnt Ihr hier erfahren.

 

Aufbau einer Panflöte

Die rumänische Panflöte gehört zu den ältesten Instrumenten der Welt. Entgegen vieler Ausführungen gibt es sie nicht erst seit der griechischen Antike - von dort hat sie nur den Namen - sondern es ist bewiesen, dass sie mit einigen Schlaginstrumenten, zu den ältesten Instrumenten der Welt gehört. Ein Indiz dafür ist sicherlich der einfache, schlichte Aufbau. Der Grundgedanke jeder Panflöte sind verschieden lange Rohre, die auf verschiedenste Art miteinander verbunden sind. Bedingt durch Ihr enormes Alter, hat sie sich auf der ganzen Welt in verschiedensten Formen und Bauweisen verteilt. Ich möchte Ihnen hier einige Panflötenformen mit Herkunftsland, Namen und Ihren Bauweisen vorstellen.

1. Die rumänische Panflöte

Bildbeschreibung:

  1. Rohre aus Bambus, Edelholz, Glas, Metall, usw.
  2. Steg, Schuh oder Fuss
  3. Kork- oder Rundholz-Zapfen
  4. Wachs (meist Bienenwachs) oder auch andere Materialien
  5. Panflötenschliff

Name:                   Nai (rumänisch)
Herkuftsland:       Rumänien
Rohrmaterial:       Die Rohre bestehen meistens aus gelagertem Donkin Bambus aus Taiwan oder China oder aus Holz bzw. Edelhölzern (höherer Preis), aber auch Materialien wie Metall, Ton, Stein oder Glas werden dafür verwendet. Wenn Sie der Bambus interessiert, dann klicken Sie hier. Bauweise: Die Rohre ganz dicht aneinander geklebt. Sie werden mit einem Leim miteinander verbunden. Die Seiten der Rohre werden angeschliffen, damit der Weg von einem zum nächsten Rohr verkürtzt werden. Die Panflöten sind standardmässig in G-Dur gestimmt. Sie kann jedoch auf Käuferwunsch bei fast allen Bauern auch in anderer Stimmung geliefert werden. Wichtig! Mit einer speziellen Blastechnik, die normalerweise jeder Panflötist beherscht, ist es sowiso möglich jeden chromatischen Ton zu erzeugen.

Michael Dinner zeigt Ihnen wie eine Panflöte bebaut wird

 

2. Die asiatische Panflöte

Name:                    P'ai-Siao
Herkunftsland:      vor allem China, Chou-Dynastie (1000-256 v. Chr.)
Rohrmaterial:        Bambus
Bauweise:               Die Rohre wurden mit Bast gebunden. Meist acht bis fünfzehn Rohre. Die Rohre sind zum Teil alle gleich lang (für rituelle Zwecke verwendet) oder haben das längste Rohr in der Mitte, so dass die anderen Rohre auf beiden Seiten symmetrisch kürzer werden.

 

3. Die südamerikanische Panflöte

Bildbeschreibung:    Siku (span. Zampoña) 2x, Antarra, Rondador (Abb. Rechts)

 

Name:                  Siku (span. Zampoña)
Herkunftsland:    Peru, Bolivien, Chile
Rohrmaterial:      Bambus oder Schilfrohr
Bauweise:            Die Rohre werden ohne Vorbehandlung zum Teil mit Schnur oder Bast und einem zweigeteilten Bambusrohr aneinander gebunden. Die Rohre werden am den Knoten abgesägt und zu ein bis fünf manualigen Flöten zusammengebunden. Sie sind pentatonisch oder selten diatonisch gestimmt. Weitere wichtige Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten von Matthias Schlubek

 

4. Die afrikanische Panflöte

Name: haben keine Namen
Herkunftsland: Zentralafrika, z.B. Uganda
Rohrmaterial: Bambus, unbehandelt
Bauweise: Die Rohre so verwendet, wie sie in der Natur vorgefunden wurden. Es können zwei bis sechsrohrige Panflöten nachgewiesen werden.

Weitere Informationen finden Sie in auf den Seiten über die Geschichte der Panflöte